Samstag, 13. August 2011

Nutten und ein anderes Thailand



Wir kommen um ca. 21.00 Uhr in Phuket, genauer gesagt im Patong Beach (dort befindet sich unser Hotel) an. Was uns erwartet habe ich so schon lange nicht mehr gesehen und das meiste habe ich noch nie gesehen...:-)
Brigaden von Pauschaltouristen paaren sich mit aufdringlichen Verkäufern und Nutten. Mein erster Gedanke ist, dass es tatsächlich Menschen gibt, die Geld ausgeben um so was zu sehen bzw. zu erleben. Eine Go Go-Bar reiht sich an die Andere, in welcher vorwiegend Transvestiten ihre Plastiktitten "rauslampen" lassen. Was jeweils unter dem Gegröhl der meist ab 50 jährigen Bewunderer stattfindet. Ich bin nicht Priester und auch nicht Richter, vermutlich profitieren beide Teile vom Geschehen. Für mich aber kann ich sagen, dass dies nicht das reale Thailand ist...ICH WILL ZURÜCK AUF DIE INSEL...

Weiterreise nach Phuket


Die Tage am Strand gehen viel zu schnell zu Ende was heisst, dass wir uns in Richtung Phuket aufmachen müssen. Von dort aus haben wir einen Flug nach Chiang Mai organisieren können. Mit Pickup, Boot und Bus fahren wir in 8 Stunden von unserer Insel zur Andamanküste, wo uns in Phuket ein kleiner Kulturschock erwarten wird.

Huch, was ist den da unter meinem Fuss?

Während ich früh morgens ins glasklare Meer hinauswatte, spüre ich, nachdem ich meinen Fuss im weichen Sand abgesetzt habe, etwas weiches unter meinem Fuss was im Nu unter meinem Big-Daddy Fuss wegschwimmt. Gleich erkenne ich das Meeresgetier welches unsanft von mir geweckt wurde. Vor mir schwimmt ein Rochen in der Grösse eines Fussballfeldes. Ich habe eine riesen Freude, dass ich dem Tier offensichtlich nicht zu grossen Schaden zugefügt habe und dass ich so ein Schwein hatte einen Rochen zu treffen. Würde ich ein Buch darüber schreiben würde ich es "Ich und der Rochen" nennen. Es wird mir erst mulmig zu Mute als mir die Thais erklärten, dass ich ein Riesenschwein gehabt habe. Denn der Stich eines Stachelrochens kann unter Umständen tödlich sein oder zumindest schwere Verletzungen verursachen. Also nochmal Glück gehabt...

Mittwoch, 10. August 2011

Auf der Insel





Der Bestseller "Der Strand" von Alex Garland wurde durch seine Verfilmung unter dem Namen "The Beach" weltbekannt. Leonardo di Caprio spielt dabei die Rolle eines abenteuersuchenden Backpackers in Thailand.
So weit so gut, dass Alex Garland aber am Strand wo wir uns jetzt befinden Inspirationen fuer sein Buch sammelte ist natuerlich etwas Spezielles. Der Name des Strandes wird natuerlich nicht verraten...:-)
Wir geniessen unser anstrengendes "Nichtstun" und lassen die Tageverstreichen. Leider viel zu schnell zieht Tag um Tag an uns vorbei...

Zusammentreffen und ab in Richtung einsame Insel

Monika uns Selina haben sich uns entlich angeschlossen und nach nur einem Tag Bangkok brechen wir in Richtung Suedthailand auf. Unser Ziel ist es dort absolut nichts ausser essen, trinken und chillen zu tun...

Donnerstag, 28. Juli 2011

Banglamphu (Bangkok)




Und taeglich gruesst das Murmeltier. Wir sind wieder zurueck in Bangkok von wo aus wir unserer Reise in Suedostasien gestartet haben. Genauer gesagt sind wir in Banglamphu, dem Altstadtviertle Bangkoks. Keine Hochhaeuser und teuren Hotels. Dafuer den Thailaendischen Alltag vor dem Hotelfenster. Authentischer gehts vermutlich nicht mehr. Und was die Freude nochmals immens steigert ist die Tatsache, dass Monika und Selina am Freitag zu uns stossen werden...

Laakon Lao, Sawadee Thailand


Wir lassen Vang Vieng und Laos hinter uns und reisen mit dem Bus und Zug in 20 Stunden nach Bangkok. Laos war ein wundervolles Land welches ich gerne noch einmal besuchen wuerde. Dann jedoch bestimmt mit mehr Zeit im Gepaeck. Die Natur und die freundlichen Menschen machen aus dem kleinen Binnenland eine wunderschoen Mischung. Danke an But, unseren Guide...:-)

Mittwoch, 27. Juli 2011

Tubbing, Drogen und Tote


Die Landschaft um Vang Vieng ist unglaublich schoen und man kann soviele Outdooraktivitaeten unternehmen, dass es einem sicher nicht langweilig wird. Leider kommen jedoch viele Rucksackreisende wegen einem anderen Grund nach Vang Vieng-naemlich um sich volldroehnen lassen. Dies geschieht mittels fluessiger Nahrung und einem Haufen weiteren Substanzen. Die Lieblingsbeschaeftigung der Backpackerszene ist das Tubbing. Man wird mit einem Pickup zu einem Punkt ca. 10 Kilometer oberhalb des Flusslaufes gebracht um sich dann auf einem alten Lastwagenpneu wieder nach Vang Vieng treiben zu lassen. Dabei werden die Tubber an diversen Baren vorbei getrieben wo sie einfach aus dem Wasser gezogen werden. Dann heisst es sauefen ohne Ende und Happy-Produkte konsumieren. Zb. Happypizza versetzt mit allerlei Scheisse wie Magic Musrooms usw. Und es gibt verdammt viele solche Bars auf dem Weg zurueck zum Dorf. Leider fuehrten auch die relativ haeufigen Kontrollen der Polizei und diverse toedliche Unfaelle mit zugedoehnten Tubbern nicht zur Besserung bei.

Kayaking und Caving





Kayaking steht als naechstes auf dem Programm. Eigentlich keine schwierige Sache, denn man hat waehrend dem Paddeln noch genuegend Zeit die Umgebung zu geniessen. Als die Stroemung schneller wird und wir auf einen Pfeiler einer Bruecke zusteuern und unsere Paddelbewegungungen nicht wirklich synchron sind, :-) passiert es. Wir kentern und ich knalle voll auf den Stein/Betonsockel der Bruecke. Schnell sind wir wieder im Boot, jedoch habe ich mir diverse Schuerfungen angelacht und es blutet ueberall ein wenig am Bein. Wenigstens nichts gebrochen ist die Devise und wir setzen die Fahrt, mit einem Lachen ueber unsere eigene Bloedheit , fort.

In den Bergen von Vang Vieng verstecken sich diverse Hoehlen von denen wir 2 erkunden. Eine davon ist eine Wasserhoehle, dass heisst man schwimmt nur in ein grosses schwarzes Loch hinein, was ziemlich speziell ist und deshalb doppelt soviel Spass macht.

Sonntag, 24. Juli 2011

Ab in den Dschungel




Vang Vieng ist bekannt fuer seine Outdooraktivitaeten. Das Herz jedes Naturliebhabers schlaegt angesichts der Landschaft sowie den Moeglichkeiten die diese kleine Ortschaft bietet hoeher. Wir erkunden die Umgebung gleich auf eigene Faust und begeben uns gleich in Richtung Dschungel.

Von Phonsavan nach Vang Vieng




In einem Minibus fahren wir auf einer Landstrasse in Richtung Vang Vieng, welches auf dem halben Weg nach Vientiane (der Hauptstadt Laos) liegt. Mit uns an Bord ein aelteres Belgisches Ehepaar. Obwohl es regnerisch ist und wir sogar ueber lange Zeit im Nebel fahren, ist gilt dies vielleicht als die schoenste Strasse Laos. Muehsam bezwingt der Bus einen Berg um den Anderen um dann quitschend wieder auf der anderen Seite Anlauf zu holen. Ein etwas mulmiges Gefuehl haben wir im Mittelteil der Strecke. In diesem Teil wurde vor noch nicht all zu langer Zeit Angriffe auf Reisebusse durchgefuehrt wobei es auch Tote gab. Die Taeter und ihr Motiv konnten nie eruiert werden.
Wohlbehalten kommen wir jedoch am Nachmittag in Vang Vieng an und sind sofort begeistert von der wilden Karstberglandschaft.

Freitag, 22. Juli 2011

Mittagessen in Laos :-)

Wenn uns der Hunger wieder einmal plagt gehen wir wie die Laoten auf den Markt und suchen uns irgendwelche Leckereien aus. Zur Auswahl stehen heute:

Im gruenen Topf ein paar Froeschchen, im Blauen ein paar Schneckchen oder auf dem roten Teller ein frisches Raettchen...

...oder vielleicht doch eher Kaefer...

...auch Maden stehen heute im Angebot...

...oder steht uns der Gusto doch eher nach Huehnerembryos-Spiesschen (hinten, 2. Teller von rechts)
Ihr sieht, wir haben es hier nicht einfach...:-)

Landschaft um Phonsavan




Ebene der Tonkruege (Phonsavan)





Die Ebene der Tonkruege liegt auf einer Hochebene in Laos nahe der Grenze zu Vietnam. Ueber die Herkunft und das genau Altr der Kruege koennen bislang nur Vermutungen angestellt werden. Speziell ist auch, dass die Amerikaner in ihrem geheimen Krieg in Laos dieses Gebiet flaechenmaessig stark bombardiert haben. Dies weil der legendaere Ho Chi Minh Pfad, auf welchem die Vietcongs in Suedvietnam mit Waffen und Munition beliefert wurden, seinen Weg durch diese Hochebene fand.

(Quelle: Wikipedia)Die Ebene der Tonkrüge (laotisch: ທົ່ງໄຫຫິນ, Thong Hay Hin) befindet sich in der Provinz Xieng Khouang in Laos in der Nähe der Provinzhauptstadt Phonsavan. Dort befinden sich mehrere Hundert Steinkrüge in der Größe von einem halben bis zu drei Metern. Obwohl die Krüge also nicht aus Ton bestehen und auch nicht in einer zusammenhängenden Ebene zu finden sind, hat sich die Bezeichnung eingebürgert. Das Alter der Krüge wird auf 1500 bis 2000 Jahre geschätzt. Das Gewicht beträgt bis zu 6.000 Kilogramm.

Donnerstag, 21. Juli 2011

30 Stunden im Bus




Da wir aus Zeitgruenden Hanoi und die Halong Bucht "canceln" muessen, haben wir uns entschieden via Vinh nach Laos zu fahren. Ein Schlafbus der unbequemen Sorte soll uns nach Vinh bringen. Die Vietnamesische Planung laesst zu, dass der Bus komplett ueberfuellt ist und der Gang des Buses mit menschlicher Fracht bedeckt ist.
Unser Ziel ist eine relativ unbekannte Hafenstadt von wo aus wir aber einen direkten Bus nach Phonsavan (Laos) haben sollen. Wir kommen um 01.00h in Vinh an und stellen sofort fest, dass der Busbahnhof bis um 05.00h geschlossen ist. Bei einer Suppenkueche harren wir die 4 Stunden in der Dunkelheit aus. Ich habe Michelle sogar den Vorschlag gemacht, dass wir unsere Reise einen Tag unterbrechen und am Folgetag weiterreisen koennten. Schliesslich sind wir bereits seit 12 Stunden unterwegs. Doch sie zeigt Durchhaltewille und meint wenn wir schon hier seien, sollten wir es doch gleich durchziehen. Vielleicht hatte ich ja gehofft, dass sie auf mein Angebot eingeht...schliesslich werde ich ja nun wirklich nicht mehr juenger :-). Als wir den Busbahnhof betreten duerfen, stellen wir fest, dass wir tatsaechlich einen Bus nach Phonsavan haben. Dies ist nicht selbstverstaendlich, da diese Route nicht taeglich bedient wird. Bei der Sichtung unseres Busses verfliegt unsere Freude gleich wieder ein wenig. Es ist einer dieser Busse, bei denen man Witze reisst wenn ma sie sieht und man belustigt anmerkt, dass dies vielleicht unser Bus sein koennte, bis man dann merkt, dass er es tatsaechlich ist. Marke Altmetal mit Motor faehrt puenktlich um 06.00h ab. Mit uns an Bord sind vier weitere einheimische Fahrgaeste. Trotz der spaerlichen Menschenfracht ist dies einer der Busse der rentieren wird. Unter und ueber den Baenken ist naemlich die Schmuggelware bestens verstaut.
Der Weg fuehrt uns Abseits der Touristenzentren ins Vietnamesische Hinterland. Keine gemieteten Motorbikes mehr, sondern Ochsengespanne. Keine rote Ampeln lassen unseren Bus halten, sondern eine fast unpassierbare Piste und Kuhherden. Ich geniesse diese Fahrt und Marke Altmetal wird fast zum Bentley fuer uns. zwischdurch steigen wieder Fahrgaeste zu und aus, es herrscht ein reges Treiben. Nachdem wir ein Gebirge erklommen habe, wartet auf der Passhoehe (ca.2000 m.ue.M) der Grenzuebtritt nach Laos auf uns. Wir verlassen Vietnam welches uns ausserordentlich gut gefallen hat und begeben uns ins Abenteuer Laos. Dabei werden Schweizer als bevorzugte Gaeste angesehen und sind ausser Luxenburger als einziges westliches Land visumfrei. Sogar die Vietnamesen muessen eine Gebuehr bezahlen, welche uns ebenfalls erspart bleibt. Nach einer atemberaubenden Fahrt durch das Laotische Hochland erreichen wir mit Phonsavan unser Etappenziel. Seit der Abfahrt von Hoi An sind wir ein wenig mehr als 30 Stunden unterwegs gewesen und uns steht der Sinn nur noch nach schlafen. Dies wird uns jedoch, dank Kakerlaken im Zimmer, nicht einfach gemacht...

(Video) Vietnam

Samstag, 16. Juli 2011

Farbiges Hoi An











Trotz der momentan ungewissen Weiterreise, geniessen wir Hoi An. Ein Staedtchen wie aus einem Hollywood Drehbuch. Die franzoesische Architektur, gepaart mit dem asiatischen Flair machen diese Stadt und ihre Bewohner einzigartig. Spannend ist es zudem den Ort per Boot zu erkunden. Man kann nur jedem Vietnamreisenden raten, dieses schmucke Oertchen zu besuchen.

Weiterreise kommt ins Stocken

Wir sind heute frueh im Sleepingbus in Hoi An angekommen. Meine erste Sorge galt sofort der Weiterreise nach Hanoi, obwohl wir eine Nacht in Hoi An verbringen moechten. Aber auch hier das selbe Problem. Nach Hanoi gibt es zur Zeit definitv keine Tickets. Anstatt ewig auf eine Moeglichkeit zu warten, dass wir eine Mitfahrgelegenheit nach Hanoi finden, beschliessen wir schweren Herzens Hanoi und somit die famose Halong Bucht sausen zu lassen und so schnell als moeglich nach Laos weiterzureisen. Doch auch dies gestaltet sich nicht ganz einfach. So muessen wir jetzt 2 Naechte in Hoi An verbringen und koennen dann nach Vinh reisen. Von wo aus wir moeglicherweise einen Bus an die Laotische Grenze haben sollten, wo uns ein Gebirge mit schlecht erschlossenen OV-Moeglichkeiten erwartet...

Chaos beginnt...

Bislang ist alles wie geplant verlaufen. Unsere naechste Station haette die Vietnamesische Hauptstadt Hanoi im Norden sein sollen. Da wir aber wegen meinen Bauchkraempfen einen Tag im Verzug sind und viel schlimmer noch, der Ferienbeginn in Vietnam ist, sind alle Plaetze im Bus oder Zug fuer fast eine Woche ausgebucht. Was fuer ein Anfaengerfehler, gehoert doch das Abchecken der Feiertage und Ferienbeginne zu einer normalen Reisevorbereitung. Das Einzige was man uns offerieren kann, ist ein Busticket nach Hoi An, welches 500 km noerdlicher von Nha Trang liegt. Da Hoi An eigentlich ein schoenes Staedtchen sein soll und wir so schon wieder etwas naeher an Hanoi sind, beschliessen wir die 12 Stunden im Nachtbus zu verbringen. Wie es von da aus weiter gehen soll, wissen wir aber noch nicht...

(Video) Groovin Nha Trang